Neuigkeiten für Gründer und Unternehmer

Der große Schritt ins (kalte) Wasser

Möglicherweise liegt es an dem Wort selbst: SELBSTÄNDIG -

etwas selbstverantwortlich und dauerhaft machen, kein Vorgesetzter, der die Arbeit vorgibt und überwacht. Fakt ist, dass Deutschland im Vergleich zu den großen Industrienationen die zweitgeringste Gründungsneigung hat - immer wieder hört man von den Ängsten im Hinblick auf die Selbständigkeit.


Aber diejenigen, die es wagen, die trotz dieser Ängste den "großen Schritt" machen, sagen fast unisono, dass sie es jederzeit wieder machen würden.

Ich möchte dies mit einer Geschichte vergleichen, wie sie sich bei mir selbst vor fast 3 Jahren abgespielt hat - auch wenn diese Geschichte mit Beruf und Existenzgründung nichts zu tun hat. Wir finden jedoch den "großen Schritt", die Überwindung von Ängsten und letztendlich das große "AHA-Erlebnis" wieder.

Menschen, die mich schon länger kennen, reagieren immer gleich, wenn ich von meiner neugewonnenen Leidenschaft berichte - "Was? Du gehst tauchen? Kannst doch gar nicht richtig schwimmen, hattest doch immer Angst vorm Wasser?"

Das stimmt, doch der Reihe nach:

Im zarten Alter von 5 oder 6 Jahren sollte ich - wie üblich in diesem Alter - einen Schwimmkurs absolvieren, klar, als Mensch sollte man schon schwimmen können. Die ersten Einheiten waren auch echt klasse, ich konnte es sogar ... irgendwie. Doch dann kam der Tag, an dem wir alle vom 1m-Brett springen sollten. Ich stand also auf diesem Brett, sah senkrecht nach unten und wußte ganz genau, was da am Beckenrand stand: 3,50 m Wassertiefe. Mir war klar, stehen kann ich Knirps da nicht. Ich zitterte am ganzen Körper, meine Füße klebten förmlich auf dem Brett und meine Beine hätten einem Zitteraal Konkurrenz machen können. Gefühlt stand ich da bestimmt 10 Minuten wie angewurzelt, als mein Schwimmlehrer (Herr R. vom DLRG Miesau - ich weiß es noch ganz genau) die Rettungsstange nahm und mich damit vom Sprungbrett ins Wasser schubste. Ich schwamm (ja, es ging) in Panik zu der Leiter, kletterte raus und nahm meine Sachen. Ich ignorierte alles und jeden und lief barfuß und in nasser Badehose aus dem Freibad. Ich hörte erst auf zu laufen, als ich nach gut einem Kilometer Waldweg zu Hause ankam - ab diesem Zeitpunkt war Wasser definitiv kein Element für mich. Jedes Gewässer, tiefer als 1,50 war ebenso tabu für mich wie trübe Gewässer, denn ich mußte sehen, wo ich stand. Daran änderte sich auch mit zunehmendem Alter nichts - außer dass ich bessere Ausreden fand und meine Angst besser zu verstecken lernte.

Dann kam der Familienurlaub 2012 in Makadi/Ägypten. Klares, warmes Wasser, bunte Korallen und noch buntere Fische - die Fahrt im Glasbodenboot war schon spektakulär und mit 41 dachte ich mir, sollte ich doch mal anfangen, Kindheitstraumen zu bewältigen. Tauchschulen gibt es in Ägypten bei fast jedem Hotel, also machte ich erst einmal ein Schnuppertauchen im Pool ... der war ja nur 1,50 oder 2 m tief. Atmen unter Wasser, schweben ohne sich anzustrengen, das war ein ganz neues Gefühl. Naja und weil das ja alles so easy war, habe ich gleich Schnuppertauchen im Meer gebucht, vom Schiff aus, zusammen mit den "echten Tauchern".

Die Taucher waren alle schon im Wasser, mein Tauchlehrer auch - ich stand aufgerödelt auf dieser Plattform vom Boot und sollte nun ins Wasser springen. Alles erinnerte mich an diese Situation auf dem 1m-Brett - hatte doch der Guide vorhin noch etwas von einer maximalen Tauchtiefe von 15 oder 20m erzählt - und da soll ich rein? Ok, es dauerte wieder eine halbe Ewigkeit, aber schubsen mußte mich diesmal niemand ... glaube ich. Nunja, ich war auf jeden Fall im Wasser - Entspannung fühlt sich jedoch anders an. Der erste Tauchgang dauerte eigentlich nur 10 Minuten, aber er war die Hölle, obwohl ich mir sicher bin, eine Menge schöner Dinge gesehen zu haben.

Die Ängste überwinden, den großen Schritt zu wagen - eröffnet oft neue Perspektiven und Möglichkeiten

Am Nachmittag dann der zweite Tauchgang, diesmal war ich im Wasser, bevor der Guide mich aufforderte - dieser Tauchgang hat mir dann endgültig meine Ängste genommen.


Innerhalb von 3 Monaten nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub habe ich dann meinen Tauchschein gemacht und bin regelrecht süchtig geworden. Mittlerweile habe ich fast 150 Tauchgänge absolviert, tauche auch in kalten, dunklen Seen in Deutschland das ganze Jahr und kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne diesen Sport wäre.

Manchmal muss man seine Ängste überwinden, um fest zu stellen, wie schön - oder beruflich betrachtet - erfolgreich man sein kann. Ich habe den großen Schritt gewagt und bin einfach ins Wasser gesprungen - trauen auch Sie sich, ich wünschen Ihnen dazu viel Erfolg und gut Luft.

Ihr Heiko Bieniußa

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  • Letzte Änderung: Donnerstag 03 November 2016.
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