Neuigkeiten für Gründer und Unternehmer

Online-Handel – die Behörden schlafen nicht

Ob ebay, Facebook oder Kleinanzeigen – das World Wide Web ist prall gefüllt mit Verkaufsangeboten aller Art.

Vom gebrauchten Schuhlöffel bis hin zum Mähdrescher und ganzen Industrieanlagen kann man mittlerweile alles online erwerben – der Anteil an gebrauchten Artikeln von privaten Verkäufern nimmt dabei einen immer größeren Stellenwert ein.
 
Mittlerweile ist es für viele schon zum Geschäftsmodell geworden, abends auf dem Sofa mal eben 10 Artikel einstellen oder günstig „Flohmarktware“ bzw. Restposten zu erstehen, um diese dann mit mehr oder weniger großem Gewinn wieder zu veräußern. „Ich verkaufe ja nur Dinge von mir – das ist doch keine Firma“ sind die Erklärungen, die wir immer wieder hören. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn:

In der deutschen Rechtsprechung hat sich folgende Definition durchgesetzt:



Ein Gewerbe ist jede erlaubte selbständige zum Zwecke der Gewinnerzielung vorgenommene nach außen erkennbare Tätigkeit, die planmäßig und für eine gewisse Dauer ausgeübt …

Wenn also jemand Artikel kauft, mit dem Ziel, sie wieder zu verkaufen und damit einen Gewinn zu erzielen, so wäre das nach dieser Definition eine gewerbliche Tätigkeit. Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob derjenige 5,00 EUR Gewinn oder 500.000,00 EUR erzielt, bzw. ob überhaupt ein Gewinn erzielt werden kann – alleine die Absicht ist ausschlaggeben. Da man diese Verkäufe nicht in einer Funktion als Arbeitnehmer tätigt, handelt es sich um eine selbständige Tätigkeit. Somit wäre die Definition „gewerblicher Verkäufer“ erfüllt.

Die Behörden schlafen nicht


Ob und in welchem Umfang ein Bürger nun solche Online-Geschäfte betreibt, ist für viele Behörden interessant – Das Finanzamt, die Gewerbeaufsicht und auch die Agentur für Arbeit interessieren sich immer mehr für diesen Markt.
Und die Mitarbeiter dieser Behörden finden sich auch bei Facebook wieder, durchstöbern ebay und Kleinanzeigen-Portale. Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass man konkret nach solch „kleinen Sündern“ sucht, aber oftmals hilft ja auch der Zufall weiter.

Ein Beispiel:


Bei Facebook findet sich eine Gruppe „Flohmarkt xystadt“ – dort bieten private Verkäufer Dinge zum Verkauf an, die sie nicht mehr benötigen. Mitglied in dieser Gruppe ist Frau Mustermann, die als Arbeitsvermittlerin im Jobcenter arbeitet. Frau Mustermann ist jung und verbringt viel Freizeit in der virtuellen Welt – plötzlich fällt ihr auf, dass Herr Meier schon das dritte Notebook innerhalt einer Woche zum Verkauf anbietet und zwei Smartphones hat er ja gestern auch schon verkauft. Dumm nur, dass Frau Mustermann morgen einen Termin mit eben diesem Herrn Meier hat – das könnte ein ziemlich unangenehmes Gespräch mit weitreichenden Folgen werden – mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Deshalb unser Tipp:

Legalisieren Sie Ihren Online-Handel und melden Sie ganz offiziell ein entsprechendes Gewerbe an – sicher hat das Nachteile, aber auch seine Vorzüge:

Als gewerblicher Verkäufer unterliegen Sie der Gesetzgebung, müssen sich u.a. mit dem Fernabsatzgesetz rumärgern und sind in der Gewährleistungspflicht – ach ja und jährliche Steuererklärungen gehören auch dazu.

Aber so ein Gewerbe hat auch Vorteile – ganz vorne an natürlich der ruhige Schlaf, weil Sie von nun an nichts Illegales bzw. Fragwürdiges mehr unternehmen. Alle Kosten, die mit ihrem Gewerbe einher gehen, können Sie geltend machen – sei es beim Finanzamt oder auch der Arbeitsagentur. Der heimische Telefonanschluss, der sowieso vorhanden ist, kann sich plötzlich steuersenkend auswirken, der PC, den Sie für Ihre Arbeit benötigen, kann jetzt u.U. vom Jobcenter finanziert werden – ähnliches gilt für Versandkosten, anteiliger Miete für Büro bzw. Lagerraum u.ä.

Deshalb unsere Empfehlung: Wenn Sie verstärkt „nebenbei“ im Internet etwas Geld verdienen, machen Sie es offiziell und profitieren Sie von den Vorzügen – wir helfen Ihnen gerne weiter, sprechen Sie uns einfach an.

Juristische Hintergründe zu diesem Thema finden Sie hier


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  • Letzte Änderung: Donnerstag 03 November 2016.
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